ArGe, BFRH und DHS
1983 Erste Selbsthilfegruppen
Betroffene handeln in eigener Sache! Mit diesem Wahlspruch entstanden schon 1983 an verschiedenen Orten in Deutschland erste Selbsthilfegruppen von ehemaligen Teilnehmern der Rehabilitationen für Hörgeschädigte im Reha-Zentrum Rendsburg.
1987 Interessenvertretung ArGe
Als gemeinsame Plattform für den Kontakt untereinander und als Interessenvertretung nach außen wurde auf Initiative von Rudolf Rathke
Selbsthilfe für Hörgeschädigte in Familie und Beruf
Die ArGe suchte für ihre Mitglieder verstärkt fachliche Unterstützung für die Selbsthilfearbeit in den Bereichen Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Gruppenführung. Mit dem wieder gewonnenen Selbstbewusstsein wagten sich viele Teilnehmer auch an "heiße Eisen" und suchten nun in der Gemeinschaft mit anderen Betroffenen nach Lösungen für ihre psycho-sozialen Probleme als Hörgeschädigte in Familie und Beruf. Dies ist nun seit Jahren unser Arbeitsschwerpunkt beim inzwischen schon traditionellen DHS-HERBSTSEMINAR.
Totale Kommunikation
Das besondere an den Treffen und Seminaren der Anfangsjahre war, dass die ArGe die für die damaligen Verhältnisse sehr ungewöhnliche Form der "totalen Kommunikation" praktizierte, d.h. es wurden immer LBG-Dolmetscher, Hellschreiber und Funkanlagen bei den Veranstaltungen eingesetzt. Das Motto war und ist: Jeder soll jeden verstehen. Dass sich diese Praxis heute, 25 Jahre später, auf breiter Basis als Standard bei einer hörbehindertengerechten Veranstaltung durchgesetzt hat, geht – und das sagen wir mit einem gewissen Stolz – auch auf unsere "Gründerväter" zurück.
Mit dem Bekanntheitsgrad der ArGe und ihren erweiterten Angeboten kam der bis dahin lockere Zusammenschluss Gleichgesinnter fast zwangsläufig mit vereinspolitischen Dingen in Berührung, ohne die es leider auch im Bereich der Selbsthilfe nicht mehr geht – vor allem wenn es um die Beschaffung notwendiger Fördermittel zur Unterstützung unserer Arbeit geht.
1989 BFRH - Vereinsgründung
Um mehr Möglichkeiten auszuschöpfen entstand Ende der 1980er Jahre ein eingetragener Verein, der die Möglichkeiten hatte, Fördergelder zu beantragen und zu erhalten, der Bundesverband zur Förderung von Rehabilitation, Selbsthilfegruppen und Nachsorge Hörgeschädigter (BFRH), Rendsburg.
1997 Fusion zwischen BFRH und ArGe
Diese Form der Zusammenarbeit zwischen Verein und Arbeitsgemeinschaft erwies sich allerdings als viel komplizierter als ursprünglich gedacht. Schon nach wenigen Jahren, 1997, stimmten die Mitglieder beider Organisationen einer Fusion zu.
1999 DHS - Neugründung
Am 8. Oktober 1999 wurde in Königswinter ein neuer eigenständiger und eigenverantwortlicher Verein aus der Taufe gehoben, der sich in seiner Namensgebung eng an den Selbsthilfegedanken anlehnt. Der Name Deutsche Hörbehinderten Selbsthilfe e. V. (DHS) demonstriert deutlich den Schwerpunkt unserer Arbeit – die Selbsthilfe mit und für Hörbehinderte.
2004 bis heute: Eine starke Gemeinschaft
Und heute? In den letzten Jahren hat sich die DHS zunehmend zu einer bundesweit tätigen und bekannten Selbsthilfeorganisation entwickelt. Ihre Wurzeln liegen immer noch im klaren Bekenntnis zur aktiven und eigenverantwortlichen Selbsthilfe. Die neuen Medien werden seit 2004 über die Internet-Präsenz und seit 2009 über unser PORTAL aktiv in unsere Arbeit einbezogen.
Trotz der zum Teil großen Entfernungen zwischen den einzelnen Gruppen bzw. den Mitgliedern bestehen hier sehr enge Bindungen untereinander. Die DHS dürfen wir Ihnen somit als eine starke Gemeinschaft hörbehinderter Menschen vorstellen, wo die Freude am Austausch und am Ausprobieren der eigenen Möglichkeiten im besten Sinne ansteckend ist.
Die DHS ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten – Selbsthilfe und Fachverbände e.V. sowie in der Initiative Hören
Sie haben Fragen und wünschen detailliertere Informationen?
Hier finden Sie Kontaktdaten unserer Vorstandsmitglieder und hier Adressen von lokalen Selbsthilfegruppen.
Unsere Geschichte